Sonnenschutz für die Terrasse

Gerade in den Sommermonaten gibt es für viele Menschen kaum etwas Schöneres, als warme Tage draußen auf der Terrasse zu verbringen: Gemeinsam mit Freunden oder der Familie zu grillen, ein kühles Bier zu genießen oder auch einfach nur beisammen zu sitzen – das ist natürlich immer eine große Freude, vor allem, wenn die Sonne scheint. Doch an einigen Tagen kann es so heiß werden und die Sonne so intensiv vom Himmel “knallen”, dass man sich am liebsten ins Haus setzen möchte, weil man sich einen kühleren Platz suchen muss. Weil der Sommer aber drinnen nicht so viel Spaß macht wie draußen, ist es wichtig, sich schon frühzeitig um einen passenden Sonnenschutz für die Terrasse zu kümmern. Auf diese Weise bleibt man vor der Sonne – und somit auch vor Sonnenbrand – geschützt und kann den Sommer trotzdem in vollen Zügen an der frischen Luft genießen.

Warum ein geeigneter Sonnenschutz für die Terrasse so wichtig ist

Es ist aus vielen Gründen wichtig, nicht auf einen Sonnenschutz auf der Terrasse zu verzichten: Einerseits verhindert man damit, dass zu viel Sonnenlicht und damit Wärme in den Wohnraum gelangt – was gerade am Abend schnell unangenehm werden kann. Auf der anderen Seite macht es natürlich auch kaum jemandem Spaß, stundenlang in der prallen Sonne zu sitzen, insbesondere für ältere Menschen und Kinder ist dies oft anstrengend und auch nicht gesund. Bedenken Sie: Im Sommer ist die UV-Strahlung besonders intensiv und das Risiko eines Sonnenbrandes umso höher. Gleichzeitig schädigen die Strahlen auch die Materialien der Möbel und Polster auf der Terrasse sowie unter Umständen sogar das Mobiliar im Haus. Überlegen Sie sich deshalb einen geeigneten Sonnenschutz und machen Sie sich außerdem Gedanken, welche Werkzeuge dafür notwendig sind – denn hin und wieder kann natürlich auch eine Reparatur erforderlich sein.

Die wichtigsten Werkzeuge für die Montage eines Sonnenschutzes auf der Terrasse

Es gibt einige Werkzeuge, die bei der Installation und Wartung eines Sonnenschutzes für die Terrasse äußerst hilfreich sein können. Ein Beispiel ist eine kräftige Schlagbohrmaschine, die im besten Fall mit Schnellspannfutter ausgestattet ist – so muss man sich nicht umständlich mit einem Bohrfutterschlüssel auseinandersetzen. Hat man darüber hinaus noch unterschiedliche Bohraufsätze zur Hand, die sich für verschiedene Materialien – wie Holz, Stahl oder Beton – eignen, dann lassen sich damit Dübel fachmännisch an der richtigen Stelle anbringen.

Der Akkuschrauber zählt ebenfalls zu den wichtigsten Werkzeugen, ist aber kein Muss, da er die Arbeit deutlich erleichtern und vor allem verkürzen kann. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass der Akku und das Drehmoment leistungsstark sind. Weiterhin ist es hilfreich, verschiedene möglichst scharfe Bits für das Gerät zu besitzen, die unter anderem für Inbusschrauben, Schlitzschrauben oder auch für Torx-Schrauben geeignet sind.
Wichtig: Die Bits sollten nicht abgenutzt sein, denn ansonsten kann es sein, dass der Kopf so aus der Form gerät, dass man die Schraube nicht mehr verwenden kann. Noch ein Profi-Tipp: Haben Sie eine Verlängerung für sämtliche Arbeiten mit dem Akkuschrauber zur Hand – so lassen Sich auch ohnSonnenmarkise vor blauem Himmele Mühe Schrauben festziehen, die sich an schwer erreichbaren Stellen befinden.

Doch es gibt noch weitere Werkzeuge, die sinnvoll für das Anbringen eines Sonnenschutzes sein können – auch ohne Motor. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Ring- bzw. Maulschlüssel sowie Knarrenschlüssel, die beim Anziehen von Muttern eine gute Hilfe sind. Sollte man für den eigenen Akkuschrauber keine Sechskantbits besitzen, dann reicht es in der Regel, verschiedene Inbusschlüssel parat zu haben. Hiermit können die Schrauben dann auch manuell festgezogen werden.

Die Verwendung einer Wasserwaage unterstützt Sie dabei, die Arbeiten möglichst exakt auszuführen. Das ist wichtig, damit ein Sonnenschutz auch sicher installiert wird – ansonsten kann es schnell sein, dass er sich aus der Verankerung löst und Schäden anrichtet. Unter Umständen lohnt es sich außerdem, einen Zollstock bzw. ein Maßband, Kreide sowie einen Bleistift für wichtige Abmessungen und Markierungen während der Arbeit zu nutzen.

Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Terrasse vor einer zu starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Einige Elemente können an der Fassade montiert werden, andere dagegen werden freistehend installiert. In jedem Fall ist es wichtig, eine gute und stabile Leiter zu besitzen, da man die meisten Vorrichtungen in einer gewissen Höhe anbringen muss. Sie sollte nicht nur Trittsicherheit bieten, sondern auch mit rutschfesten Gummifüßen ausgestattet sein – diese schützen gleichzeitig auch vor einem Verkratzen von empfindlichem Terrassenboden. Wichtig: Die Leiter sollte lang genug sein, um bequem in der Höhe arbeiten zu können, ohne sich strecken zu müssen.

Die Markise – ein Klassiker als Sonnenschutz

Schon seit Jahrzehnten zählt die Markise zu den beliebtesten Varianten, Schatten auf die Terrasse oder den Balkon zu holen. Wenn die Sonne direkt auf die Terrasse scheint, sorgt sie schnell für Abkühlung und für wohltuenden Schatten. In der Regel besteht eine Markise aus einem stabilen Gerüst, welches an der Fassade befestigt wird und mit wetterfestem Stoff bespannt wird. Beim Einrollen der Markise rollt sich auch der Stoff aus – das geschieht entweder mit einer Handkurbel oder auch mit einem elektrischen Motor, den man per Fernbedienung in Gang setzt. Wichtig ist beim Kauf einer Markise, dass sie nicht nur über ein stabiles Gestänge verfügt, sondern auch absolut sicher montiert werden kann. Eine Markise ist in den meisten Fällen mehrere Meter lang und besitzt daher ein nicht ganz so geringes Gewicht. Stellen Sie deshalb sicher, dass die Markise auch stärkerem Wind trotzt und mit den Belastungen der äußeren Einflüsse zurechtkommt.

Es versteht sich fast von selbst, dass eine Markise kaum mit ein paar einfachen Dübeln an der Fassade befestigt werden kann, sondern eine fachmännische, dauerhafte Installation benötigt, der auch ein Sturm nichts anhaben kann. Wichtig: Die Markise darf keinesfalls in einer Wandverkleidung oder in einer Holzfassade verankert werden – falls dies der Fall ist, müssen Sie ein spezielles, leichtes Modell kaufen, das sich für diesen Zweck eignet. Ansonsten gilt, dass der Sonnenschutz mit einer sogenannten Schwerlastbefestigung im Beton verankert wird. Viele Hobby-Handwerker machen hier den Fehler, die Decke nicht exakt zu bohren. Problematisch wird dies dann, wenn der erste starke Wind aufzieht – dann kann die Markise im schlimmsten Fall sogar abreißen. Überlassen Sie die fachmännische Installation also im besten Fall einem Profi, da eine einfache Schlagbohrmaschine in der Regel nicht ausreichen wird, um sie fest genug anzubringen. Benötigt werden nämlich unter anderem auch lange Bohrspitzen sowie ein Bohrhammer.
Wer sich die Montage trotzdem zutraut, benötigt eine detaillierte Anleitung vom Hersteller und idealerweise eine zweite Person zur Hilfe – denn die Markise kann dank der schweren Metallkonstruktion schnell 80 kg oder mehr wiegen.

Auch Sonnensegel und Sonnenschirme bieten einen guten Schutz

Die einfachste Möglichkeit, sich auf der Terrasse vor der Sonne zu schützen, ist, einen Sonnenschirm aufzustellen. Er wird fertig montiert geliefert und muss dann nur noch aufgestellt werden. Damit dieser auch Windböen standhalten kann, ist ein entsprechend schwerer Schirmständer wichtig, der entweder aus Stein besteht oder auch aus Kunststoff gefertigt und mit Wasser gefüllt sein kann. Viele Menschen entscheiden sich für die Kunststoff-Variante, da sich das Wasser einfach ausleeren lässt, wenn man den Ständer nicht mehr benötigt und ihn danach ganz einfach irgendwo verstauen kann. Inzwischen gibt es jedoch auch Schirmständer mit Rollen, die man problemlos zur Seite schieben kann.

Dort wo der Bodenbelag es erlaubt, kann es hilfreich sein, Bodendübel zu verwenden, um einen Schirm aufzustellen. Hierbei handelt es sich um ein Rohr, das man einfach in den Boden dreht und somit für eine optimale Stabilisierung des Sonnenschirms sorgt.

Sinnvoll ist auch die Verwendung eines Sonnensegels, was vor allem optisch ein Highlight auf jeder Terrasse darstellt. Der Vorteil dieser Methode des Sonnenschutzes ist, dRiesige Markise als Sichtschutz und Sonnenschutzass man Sonnensegel sowohl fertig kaufen als auch in Wunschmaßen anfertigen lassen kann.
Die Montage gestaltet sich relativ einfach: In den Ecken des Segels befinden sich Ösen aus Metall, die jedoch bei einem selbst gemachten Segel oft erst eingearbeitet werden müssen. Zeichnen Sie mit einem Zollstock und Kreide an den passenden Stellen der Hausfassade bzw. an Bäumen nahe der Terrasse genau ein, wo das Segel montiert werden muss. Hier können Sie mit der Hilfe von Dübel und Ringschrauben eine sichere Befestigung schaffen, die selbst Wind und Wetter problemlos standhält. Günstiger geht es auch mit Kabelbindern, die man einfach nur an der passenden Stelle festzieht. Für eine saisonale Nutzung des Sonnensegels lassen sich alternativ dazu auch Karabinerhaken nutzen.

Rollos, Vorhänge und mehr – weitere Ideen für optimalen Sonnenschutz

Nicht nur auf der Terrasse kann man einen Sonnenschutz anbringen, sondern auch im Haus – schließlich sollte ebenso der Innenbereich des Hauses geschützt werden.
Sollte man Rollos, Vorhänge oder auch Lamellen als Sonnenschutz an der Hausfassade verwenden wollen, dann muss hierfür eine Vorrichtung an der Decke vorhanden sein.
Ein Vorhang aus lichtundurchlässigem Material, der mit Schlaufen ausgestattet ist, kann
am einfachsten an einer Seilkonstruktion montiert werden. Lamellen bzw. Röllchen an Vorhängen lassen sich dagegen besser an Schienen anbringen. Ganz egal, welche Methode man auch anwenden möchte: Für beide Varianten benötigt man Dübel und einen Bohrer.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, ein Rollo zum Sonnenschutz im Inneren des Hauses anzubringen. Diese sind in den meisten Fällen mit Aluminium beschichtet und lassen sich relativ einfach anbringen. Die Vorrichtungen zur Aufhängung werden zumeist direkt vom Hersteller mitgeliefert. Sie müssen dann nur noch befestigt werden – entweder mit oder auch ohne Dübel. Alternativ dazu lassen sich Rollläden vor dem Fenster auf der Außenseite der Fassade installieren, was jedoch mit mehr Aufwand verbunden ist. Sollten sich nicht schon Rollladenkästen an der Hauswand befinden, in die man einfach nur ein neues Rollo einsetzen könnte, empfiehlt es sich, eine einfachere Variante zu wählen: Entscheiden Sie sich für eine Vorrichtung, bei der der Rollladenkasten direkt mit der Führungsschiene über dem Fenster befestigt wird. Die wichtigsten Werkzeuge sind hierbei Dübel, ein Zollstock bzw. Maßband sowie ein Bohrer – und natürlich handwerkliches Geschick, um die Arbeiten fachmännisch und korrekt ausführen zu können.

Welcher Sonnenschutz ist für mich der richtige?

Es lässt sich kaum eine pauschale Aussage darüber treffen, welche Variante des Sonnenschutzes sich am besten für die eigene Terrasse eignet. Dies hängt nämlich von verschiedenen Faktoren, wie den baulichen Gegebenheiten sowie auch vom persönlichen Geschmack und vom Budget ab. Als preiswerteste Lösung bietet sich natürlich der Sonnenschutz an, doch auch Sonnensegel sind heutzutage recht günstig erhältlich. Am besten informiert man sich selbst etwas ausführlicher über die Möglichkeiten und vergleicht diese miteinander, bevor man sich für eine Variante entscheidet. Das Wichtigste ist, nicht auf einen Sonnenschutz zu verzichten, wenn die Terrasse stets der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist – nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und für Haustiere ist es wichtig, einen Schattenplatz im Freien zu haben, an dem man sich abkühlen und vor der UV-Strahlung schützen kann.

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